Mittwoch, 5. April 2017

Rezension zu Der letzte Überlebende von Sam Pivnik

Quelle: Cover + Klappentext: Theiss Verlag - WBG Verlage


Heute stelle ich euch die wahre Geschichte „Der letzte Überlebende“ von Sam Pivnik vor.

Klappentext:

Sam Pivnik war 13 Jahre alt, als die Deutschen kamen. Seine Familie lebte in einem oberschlesischen Städtchen. Da brach die Hölle über sie herein. Auschwitz, die Todesmärsche, die Bombardierung der Cap Arcona - unzählige Male entkam der Junge dem Tod.
 
Meine Meinung:

Dieses Buch ist ein beeindruckendes Werk eines Überlebenden von Ausschwitz. Sam Pivnik beschreibt wie er den zweiten Weltkrieg erlebt hat und wie er Auschwitz eines der härtesten Konzentrationslager überlebt habt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und diese wahre Geschichte lässt sich sehr gut lesen. Ich war bald gefesselt von Sam’s Leben und musste automatisch mitfiebern. Das Buch liest sich wie ein Roman und trotzdem weiß man, dass alle seine furchtbaren Erlebnisse real sind.
Auch heute ist mir noch unverständlich wie Menschen andere in die Gaskammer schicken konnten, nur weil sie eine andere Religion haben. Für mich ist dieses Buch eine Reise in eine andere Zeit, die eigentlich unvorstellbar ist, wenn man nicht dabei war. Auch mein Großvater hat mir über den Krieg und Gefangenschaft erzählt. Nur hatte er das Glück nicht in einem Konzentrationslager zu landen.
Leider sind Verfolgungen andersgläubiger auch heute noch immer ein Thema. Vielleicht nicht gerade bei uns in Österreich, aber in vielen anderen Ländern der Welt. Die Leute müssen aus religiösen Gründen anscheinend andere verfolgen und töten. Ich glaube das wird sich auch in nächster Zukunft nicht ändern. Aber ich hoffe, dass so etwas wie diese Judenverfolgung und Vergasung nie wieder in diesem Ausmaß passieren wird.
Ich selbst habe mit der Schule das Konzentrationslager Mauthausen besucht und die Gefühle, die mich dort übermannt haben, waren sehr bedrückend.
Ich finde, dass man dieses Buch unbedingt lesen muss, denn so wird einem wieder ins Bewusstsein gerufen, dass man andere Menschen so sein lassen soll wie sie sind.
Dieser Bericht von Sam war wirklich eindrucksvoll und hat mich sehr nachdenklich gemacht.


Ich vergebe für diese wahre Geschichte 5 Sterne, denn sie hat mich wahnsinnig berührt und zum grübeln gebracht.

Über Sam Pivnik: 

Porträt

Pivnik, Sam
1926 geboren, wächst Sam im schönen oberschlesischen Städtchen Bedzin auf. Am 1. September 1939, Sams 13. Geburtstag, überfallen die Deutschen Polen. Über das, was dann geschah, hat Sam Pivnik lange geschwiegen. Er lebt heute in einem Seniorenheim in London.

Vielen Dank an Literaturtest für dieses Rezensionsexemplar!


Kommentare:

  1. Ja dieses Buch ist nicht einfach. Und nur gut, dass es immer wieder daran erinnert, nicht zu vergessen. Gerade in unserer Zeit.
    Danke für deine Lesemeinung
    LG HANNE

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    1. Es war ein sehr gutes Buch und man sollte es nicht vergessen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich mit dem heutigen Hass bald alles wiederholt. Lg Nicole

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