Montag, 30. Januar 2017

Rezension zu Unsere Hälfte des Himmels von Clarissa Linden

Quelle: Cover + Klappentext: Droemer Knaur


Heute stelle ich euch den neuen Roman „Unsere Hälfte des Himmels“ von Clarissa Linden vor.

Klappentext:

Ein großer Schicksals-Roman über 2 Frauen und ihren Traum vom Fliegen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und über eine dramatische Mutter-Tochter-Beziehung.
Frankfurt in den 30er Jahren: Johanna und Amelie sind dicke Freundinnen, die eine gemeinsame Sehnsucht verbindet: Sie wollen Pilotinnen werden und den Himmel erobern. Doch dieser Traum scheint im Deutschland der Nazi-Zeit unmöglich zu sein. Trotzdem halten beide zunächst an ihm fest – bis Amelie sich in Johannas Fluglehrer verliebt. Ein folgenschwerer Verrat trennt die beiden Freundinnen schließlich für immer.
Kassel in den 70er Jahren: Amelies Tochter Lieselotte, die zu ihrer Mutter stets eine sehr distanzierte Beziehung hatte, wird plötzlich mit deren aufregender Vergangenheit konfrontiert. Allmählich lernt sie eine Amelie kennen, die sie hinter der kühlen Fassade niemals vermutet hätte – und ihr wird klar, dass diese Erkenntnis ihr eigenes Leben verändern wird.

Historisch fundiert, dramatisch und mitreißend: Ein Roman über ungelebte Träume, Frauen-Freundschaft und die erste Beziehung im Leben einer Frau – die zu ihrer Mutter



Meine Meinung:

Frau Linden hat mir ihrem Buch wieder einen ganz tollen Roman geschrieben, mit vielen Emotion und mit einer Reise in die Vergangenheit.
Es geht um starke Frauen die vor dem 2. Weltkrieg und in den Siebziger Jahren gelebt haben.
Ein Roman über Frauen die davon geträumt haben einen Männerberuf zu ergreifen um Fliegerinnen zu werden. Nichts soll zwischen Ihnen stehen. Kein Mann und auch sonst nicht. Ihr Ziel war es hauptberuflich im Flugzeug zu sitzen. Dass es 1935 aber alles als leicht war zeigt hier die Geschichte von Hanni und Amelie unseren Hauptprotagonisten.
Lieselotte die Tochter von Amelie weiß nichts von der Fliegervergangenheit ihrer Mutter. Erst als 1971 Lieselottes Mutter Amelie nach einem Verkehrsunfall im Koma liegt fängt sie an in der Vergangenheit ihrer Mutter zu stöbern.
Dabei stößt Lieselotte auf interessante Dinge und bekommt einen ganz anderen Eindruck von ihrer Mutter. Marga eine Nachbarin ihrer Mutter bestätigt, dass Amelie eine ganz andere Frau zu sein scheint, als Lieselotte sie kennt.
Lieselotte erkennt, während sie ihre Mutter im Krankenhaus besucht und in der Wohnung ihrer Mutter wohnt, dass sie ihr Leben ändern möchte. Ihr Mann unterdrückt sie, unterstützt sie nicht und sieht sie als billige Putz- und Kochhilfe.
Ich weiß, dass das in den siebziger Jahren so war, aber ich finde es schade für die Frauen, die dadurch in ihrer Ehe nur frustriert waren. Eine gleichberechtigte Beziehung ist doch viel schöner und so versucht sich Lieselotte gegen diese Ehe zu wehren. Sie will endlich ihr eigenes Leben führen, das für sie vermutlich glücklicher sein wird.
Es ist ein sehr interessanter Roman, der ganz viele Themen aufwirft. Besonders die Emanzipation der Frau spielt ein wichtiges Thema und auch die Spitzeleien vor dem ersten Weltkrieg.
Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und die Geschichte dieser wunderbaren Frauen hat mich von Anfang an gefesselt. Ich bin froh, dass ich dieses Buch lesen durfte, denn es hat mich zum Nachdenken gebracht und ich fühle mich glücklich, dass ich zu den Frauen gehöre, die sich nicht allen Zwängen beugen müssen.
Ein wunderbarer Roman mit vielen Emotionen, der die Höhen und Tiefen im Leben von Amelie, Hanni, Marga und Lieselotte aufzeigt.

Von mir gibt es für diesen wunderbaren Roman 5 Sterne.

Klappenbroschur, Knaur TB
10.01.2017, 448 S.

ISBN: 978-3-426-51901-1


Kommentare:

  1. Liebe Nicole,
    wie du siehst, schau ich heute auf deinem Blog, was es alles so an Posts gibt, die ich noch nicht gelesen bzw. kommentiert habe.
    Und ja dieses ist wiederum ein sehr gelungener Roman von der Autorin. Danke für die Rezi
    Liebe Grüße Hanne

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  2. Liebe Hanne! Danke, dass du bei mir vorbeigeschaut hast. Auch ich komme momentan nicht mit kommentieren nach. Bin grad ein wenig Internetscheu. Lg Nicole

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    1. Huch, was ist passiert, dass du Internetscheu bist? Hoffe, alles gut
      xoxo Hanne

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