Montag, 22. Februar 2016

Rezension zu Wer um Liebe ringt von Tamera Alexander

Quelle: Cover + Klappentext: Francke Verlag

Dieses Mal möchte ich euch den Roman „Wer um Liebe ringt“ von Tamera Alexander vorstellen.

Klappentext:

Nashville, 1869. Maggie Linden ist eine passionierte Reiterin und trainiert ihr Pferd Bourbon Belle für ein großes Rennen. Doch als der Farm ihres Vaters die Zwangsversteigerung droht, scheinen ihre Träume zu zerplatzen. Unterdessen versucht der attraktive, etwas kantige irische Einwanderer Cullen McGrath in Tennessee Fuß zu fassen. Überall stößt er auf verschlossene Türen, bis Maggies Vater ihm ein ungewöhnliches Angebot macht ... 

Meine Meinung:

Frau Alexander hat wieder einen wunderbaren Roman geschrieben, der in Nashville 1869 spielt. Ihre Protagonisten sind zwei komplett verschiedene Menschen, deren Leben unterschiedlicher gar nicht verlaufen hätten können.
Auf der einen Seite steht Maggie. Sie ist in Nashville geboren und auf der Farm ihres Vaters aufgewachsen. Sie gehören zu einer alteingesessenen Nashviller Familie. Maggie ist eine begnadete Reiterin und besitzt ein Rennpferd, das für sie bald ein großes Rennen gewinnen soll. Mit dem Geld will sie die Farm ihres Vaters retten, die kurz vor der Zwangsversteigerung steht.
Genau rechtzeitig erscheint Cullen McGrath auf der Bildfläche. Er ist ein irischer Auswanderer, der hier eine Farm kaufen will um sein Glück zu versuchen. Wie auch heute hat es schon früher Ausländerhass gegeben und er hat es in den Südstaaten schwer Fuß zu fassen. Iren sind hier gehasst und niemand würde ihm Land verkaufen. Nur Maggies Vater ist ein großherziger Mann, der hinter die Fassade von Cullen schaut und darin erkennt, wie er wirklich ist. So verkauft er ihm die Farm unter der Bedingung Maggie zu heiraten.
Für Maggie natürlich ein Schlag ins Gesicht. Vor allem haben die zwei ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Leben. Maggie will Pferde trainieren und sie bei Rennen laufen lassen. Cullen hat nur die Farm im Sinn, die er wieder ertragreich führen möchte. Anscheinend hat Cullen in seinem früheren Leben Probleme mit Pferderennen gehabt, aber Maggie weiß davon nichts. So kämpfen sich die beiden durchs Leben. Irgendwann werden ihre Gefühle stärker füreinander. Aber könne sie einander auch wirklich vertrauen? Können sie glücklich werden?
Das ist die Frage, die ich natürlich hier noch nicht beantworten werde.
Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass mir dieser Roman wunderbar gefallen hat. Frau Alexander hat einen wunderbaren flüssigen Schreibstil, der es schafft einen von Anfang bis Ende zu fesseln. Man taucht in ihre Romane ab und erlebt mit den Protagonisten hautnah ihr Leben, spürt ihre Gefühle, ihre Ängste und die Hoffnung. Bei mir laufen ihre Romane immer wie ein Kopfkino ab und ich kann mir alles wunderbar bildlich vorstellen. Maggie ist so eine liebenswerte Person, dass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte.
Es ist nicht alles rosig in diesem Roman. Frau Alexander zeigt uns den Fremdenhass und auch den Hass auf Schwarze, den es damals ganz massiv gab. Sie zeigt, wie gut man damit umgehen kann und wie Kleinigkeiten das Leben von Menschen zum Positiven verändern können. Es ist auch heute nach wie vor ein aktuelles Thema, denn der Menschenhass und Hass auf andere hat nicht aufgehört, egal wo man auf der Welt lebt. Dieser Roman ist ein Buch über Träume, Sehnsucht, Zukunftsplänen, Erfolge, Misserfolge, neue Beziehungen, Freundschaft und Respekt. Es ist einfach ein toller Roman den ich nicht missen möchte gelesen zu haben.

Von mir bekommt dieses Buch 5 Sterne.

448 Seiten, Buch, Paperback
Format: 13,5 x 20,5 cm
ISBN: 978-386827-555-1
Erschienen im Januar 2016

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