Freitag, 21. August 2015

Rezension zu Klapperstörche und andere schräge Vögel von Vanessa Richter

Quelle: Cover + Klappentext: Bookshouse Verlag


Heute stelle ich euch den Roman „Klapperstörche und andere schräge Vögel“ von Vanessa Richter vor.

Klappentext:

Als wäre es nicht schon schwierig genug gewesen, überhaupt schwanger zu werden, steht Mia Vomhoff zwar endlich mit einem positiven Schwangerschaftstest da, doch ein Happy End ist trotzdem nicht in Sicht. Weil ihre geliebte Stadtwohnung einem Brand zum Opfer fällt, ziehen Mia und ihr Mann Nils zu ihrer Mutter aufs Land. Nur vorübergehend, versteht sich, denn Schweine, Hühner und eine Mutter, deren trockene Art jeden normalen Menschen auf die Palme bringt, will sich ein Stadtweibchen wie Mia nicht länger als nötig zumuten. Die kommenden Monate verbringt sie damit, nach einer neuen Bleibe zu suchen, in Hechelkursen mit ihrem imaginären Bauchnabelpinsel Achten auf den Fußboden zu malen und ihrem Bauch und Doppelkinn beim Wachsen zuzuschauen. Eigentlich hätte sie damit ja genug zu tun, doch dann muss sie sich plötzlich auch noch die Frage stellen, ob Nils sie betrügt. Wem würde da nicht die Fruchtblase platzen?

Meine Meinung:

Wie gut, dass ich meinen Sohn schon vor neun Jahren geboren habe. Mias Schwangerschaft möchte ich so nicht erleben. Die wirkt ja abschreckend. Vor allem wenn man an die Gewichtszunahme von 30 Kilos denkt. Ein Alptraum.
Geschrieben ist der Roman aber sehr flüssig, lustig und fesselnd. Ich mochte Mia und habe mit ihr mitgelitten. Sie ist mir ein wenig hysterisch vorgekommen und sie bildet sich verdammt viel Unsinn ein. Ich glaube wenn es mir in der Schwangerschaft so gegangen wäre wie ihr,  hätte ich durchgedreht. Sicher hat man Ängste, die einem im Kopf herumspucken, aber man kann alles übertreiben. Auf alle Fälle ist es ein Buch, das man lesen sollte wenn man seine Kinderplanung abgeschlossen hat oder wenn man in der Schwangerschaft anders sein will als Mia.
Gefallen hat mir das Buch aber auf alle Fälle. Es hat mich oft zum Schmunzeln und Lachen gebracht. Ich konnte mir Mias Peinlichkeiten und Katastrophen sehr gut bildlich vorstellen. Außerdem stelle ich es mir nicht gerade prickelnd vor, bei Mias Mutter zu wohnen.
Die Frau ist eine Welt für sich, aber leider bleibt Mia und Nils nichts anderes über. Wenn das Haus abbrennt ist das echt blöd. Als Notlösung musste es aber gehen und es hatte auch was gutes, denn Mia konnte mit ihrer Schwester Molly die Schwangerschaft gemeinsam erleben. So sind sich die Schwestern wieder näher gekommen.


Es war ein turbulentes Buch über Schwangerschaft und einen verdrehten Hormonhaushalt. Ich vergebe dafür 4 Sterne.


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