Mittwoch, 29. Juli 2015

Rezension zu Faule Marillen von Lisa Lercher

Quelle: Cover + Klappentext: Haymon Verlag
Heute stelle ich euch den Krimi „Faule Marillen“ von Lisa Lercher vor.

Klappentext:

Der Pfarrer - ein Skelett?
Ein schauerlicher Knochenfund reißt die friedliche Wachauer Gemeinde Klein Dürnspitz aus dem besinnlichen Advent. Schon bald ist klar, dass es sich bei dem Skelett um die Überreste des ehemaligen Ortspfarrers handelt. Der ist nämlich vor mehr als einem Jahrzehnt auf mysteriöse Weise verschwunden. Was wurde dem umtriebigen und weltoffenen Pfarrer zum Verhängnis?

Eine Mauer des Schweigens
Major Paul Eigner soll als erfahrener Kriminalist Licht in die Angelegenheit bringen. Keine leichte Aufgabe, stößt er doch bei seinen Ermittlungen auf eine eisige Mauer des Schweigens. Als diese langsam zu bröckeln beginnt, bekommt die ländliche Idylle tiefe Risse: Gerüchte über ein uneheliches Kind des Pfarrers, der seinen weiblichen Schäfchen offenbar mehr als nur ein guter Hirte war, ein gewalttätiger Ehemann und die Anhänger einer katholischen Sekte halten den Major bei seiner Spurensuche enorm auf Trab. 

Meine Meinung:

Faule Marillen ist der erste Fall von Paul Eigner, der sich wegen privater Gründe von Wien in die Wachau versetzten hat lassen. Eigner macht einen sympathischen Eindruck und scheint ein fähiger Ermittler zu sein. Ich mochte ihn von Anfang an mit all seinen Ecken und Kanten.
Er ist wirklich ein fähiger Polizist mit dem richtigen Riecher, wäre da nicht der junge Ermittler aus Krems, der immer glaubt alles zu wissen und der mit Information meist hinter dem Berg hält.
Auch mit relativ wenigen Infos seiner Kollegen versucht er den Fall um den Ortspfarrer zu lösen. Beim Lesen merkt man aber, dass es hier wieder mal den Konflikt Kirche gegen Bevölkerung gibt. Die Kirche versucht soweit es geht alles zu verschleiern und auf Friede, Freude, Eierkuchen zu machen. Ist aber auch nicht anders zu erwarten.
Ich fand den Krimi gut zu lesen, denn er war flüssig geschrieben und auch teilweise spannend. Ich habe immer versucht mit Eigner zu ermitteln, bin aber nicht auf den Mörder gekommen, denn es hätten so viele Personen ein Motiv gehabt. Aber es hat Spaß gemacht die Puzzleteile zusammenzusetzen. So konnte man auch gleich die Dorfbewohner von Klein Dürnspitz mit ihren Geheimnissen und Problemen kennen lernen.
Der Krimi hat mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, doch der Fall war mir dann doch etwas zu schnell gelöst. Ich hätte da gerne noch mehr Spannung am Ende gehabt und auch einige Fragen sind unbeantwortet geblieben.


Ich hatte aber trotzdem schöne Lesestunden mit Eigner und vergebe 4 Sterne für den Krimi.

Ab einem Bestellwert von 18 Euro innerhalb Österreichs versandkostenfrei, oder Abholung in der Filiale.

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