Dienstag, 17. Juni 2014

Rezension zu Die Insel der roten Mangroven von Sarah Lark

Quelle: Bastei Lübbe


Heute stelle ich euch den historischen Roman „Die Insel der roten Mangroven“ von Sarah Lark vor. In dem Roman geht es um Deirdre die Tochter von Plantagenbesitzern, die auf Jamaica leben. Deirdre kommt schön langsam ins heiratsfähige Alter. Bis jetzt hat sie aber noch keinen Mann gefunden, den sie liebt oder der sie liebt. Als eines Tages Victor ein Arzt von Hispanola auf der Plantage auftaucht verliebt sie sich sofort in ihn und will mit ihm ein schönes Leben auf Hispanola führen. Da es zu der Zeit um 1750 in der das Buch spielt viele Sklavenaufstände gibt, ist das Leben der Beiden aufregender als gedacht.

Meine Meinung:

Es ist das erste Buch, das ich von Sarah Lark gelesen habe. Schon im Vorfeld habe ich immer wieder gehört, dass sie eine tolle Autorin sein soll. Ich habe das Buch also mit großen Erwartungen begonnen und wurde auch nicht enttäuscht. Schon das Cover hat mich magisch angezogen und bereits nach den ersten Seiten war ich fasziniert und gefesselt vom Buch. Die Autorin behandelt in dem Roman ein sehr brisantes Thema der damaligen Zeit und zwar die Sklaverei. Im 17. und 18. Jahrhundert ist es den Schwarzen auf den meisten Plantagen ja wirklich sehr schlecht ergangen und ich war entsetzt wie die Menschen von ihren Aufsehern behandelt wurden.
Ich finde am besten ist es den Sklaven im Buch noch auf der Plantage in Jamaica bei Deirdres Eltern ergangen. Durch die Selbstverwaltung der Sklaven gab es dort auch viel weniger Aufstände. Frau Lark hat auf alle Fälle sehr gut recherchiert und alles in diesen spannenden historischen Roman gepackt. Aufgelockert wurde diese brisante und aufwühlende Geschickte durch Deirdres Beziehung zu Victor und ihr Leben auf Jamaica und Hispanola.
Mir hat es gut gefallen wie genau und detailgetreu Sarah Lark über das damalige Leben schreibt und wie viel man über die Etikette und die Gepflogenheiten der Gesellschaft lernen konnte. Die Charaktere der einzelnen Personen fand ich sehr gut ausgearbeitet und man hat die wichtigsten Personen sehr gut kennenlernen können. Ich konnte mir die Figuren und Schauplätze bildlich vor Augen führen und hatte oft das Gefühl mitten drin zu sein im Geschehen. Für mich war dieser Roman spannend, emotional, berühren und nachdenklich. Beim Lesen konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Es war sicher nicht mein letzter Roman, den ich von Sarah Lark gelesen habe.

Von mir bekommt „Die Insel der roten Mangroven“ 5 Sterne

Bastei Lübbe
Taschenbuch, 668 Seiten
Ersterscheinung: 13.06.2014
ISBN: 978-3-404-16976-4

1 Kommentar:

  1. Oh, du hast dazu gar nicht den Vorgängerband gelesen? Das ist schade! Ich habe dafür diesen noch nicht gelesen, sondern nur "Die Insel der tausend Quellen".
    LG Martina

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