Mittwoch, 14. Mai 2014

Rezension zu Das Mädchen mit dem Haifischherz von Jenni Fagan

Quelle Cover + Klappentext: Verlag Antje Kunstmann
Klappentext:

Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt, sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen ...

Meine Meinung:



Dieses Buch ist wieder mal ein Roman bei dem ich nicht recht weiß wie ich ihn bewerten soll. Anais Hendricks ist 15 und hat in ihrem Leben schon sehr viel mitmachen müssen. Irgendwie tat sie mir leid, dass sie in so vielen Heimen und bei Pflegefamilien leben musste, andererseits fand ich ihre Ausdrucksweise und ihrem extremen Drogenkonsum abstoßend. Da taucht bei mir die Frage auf ob jeder Mensch so ist, der ohne Eltern aufwachsen muss, oder ist Anais wirklich ein Problemkind. Denn was sie laut ihrer Akte alles angestellt hat, war schon ein bisschen zu viel.
Den Schreibstil der Autorin fand ich nicht so schlecht, denn das Buch war eigentlich flüssig zu lesen. Gestört hat mich allerdings diese Fäkalsprache, die sich durch das ganze Buch gezogen hat. Es ist auf alle Fälle ein Buch dass Jugendliche mit ihren Problemen anspricht und ich fand es auch interessant zu sehen wie es in Heimen zugehen kann. Das Buch hat mich doch berührt und nachdenklich gemacht. Es beinhaltet auf alle Fälle viel Stoff für Diskussionen. Ich war ja überrascht, dass man auch in den Heimen so leicht an Drogen und Alkohol kommt und das hat mich echt betroffen gemacht. Das Leben dieser Jugendlichen ist da schon fast zum Scheitern verurteilt. Da kann man sich nur wünschen, dass sie irgendwie aus dem Sumpf herauskommen.
Ich vergebe für dieses Buch 3 Sterne, da es ungewöhnlich ist aber einen zum Nachdenken anregt.

Vielen Dank an den Verlag, der mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat.

 332 Seiten
sofort lieferbar
erschienen im März 2014

Übersetzt von Noemi von Alemann
ISBN 978-3-88897-925-5

Kommentare:

  1. Schöne Rezi :) und ich war, wie du, auch ein wenig zwiegespalten :)

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    1. Danke Nicole! Ja es ist schwer dieses Buch zu bewerten.

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  2. Schöne Rezension, bin schon auf das Buch gespannt :)

    Liebe Grüße,
    Lisa

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