Donnerstag, 20. Februar 2014

Rezension zu Wo die Nelkenbäume blühen von Danielle Stevens

Quelle: Mira Verlag


Ich möchte euch heute das Buch „Wo die Nelkenbäume blühen“ von Danielle Stevens vorstellen. In dem Roman geht es um Lena. Sie lebt in Hamburg und hat vor einem halben Jahr ihren Verlobten und ihr ungeborenes Kind bei einem Autounfall verloren. Ihr Verlobter Andy war Schriftsteller und wollte ein ‚Buch über seine Familie schreiben, deren Wurzeln auf einer Gewürzplantage auf Sansibar zu finden sind. Lena will Andys Lebenswerk weiterführen und reist dafür nach Sansibar. Dort erfährt sie dass die Plantage kurz vor dem Ruin steht. Ein reicher Geschäftsmann will auf dem Grundstück ein Luxushotel errichten. Lena tut alles dafür um die Plantage zu retten. Wird ihr das gelingen?

Meine Meinung:

Von den Protagonisten und dem Schreibstil her hat mir das Buch sehr gut gefallen. Frau Stevens schreibt flüssig, sehr bildlich und nach ein paar Seiten bin ich vollkommen in das Buch abgetaucht. Die Hauptprotagonistin Lena musste man einfach gern haben. Sie ist durch den Verlust ihres Verlobten noch in der Trauerphase. Allerdings geht es ihr in Hamburg mit den Erinnerungen an Andy immer schlechter und schlechter. Sie hofft darauf auf Sansibar ein neues Leben anzufangen bzw. Andys Lebenswerk vervollständigen zu können. Auf Sansibar sieht man wie sie endlich wieder zu neuem Leben erwacht und man merkt wie Lena von Tag zu Tag stärker wird und sich voll auf die Rettung der Farm konzentriert. Ich fand es sehr schön, dass Lena Stephen den angeblich so „skrupellosen Geschäftsmann“ kennenlernt, der viel dazu beiträgt, Lena aus ihrer Lethargie herauszureißen. Ich fand es sehr schön wie die Autorin Sansibar beschrieben hat. Ich hatte dadurch ein wunderschönes Kopfkino. Das Buch spielt grundsätzlich im heute, aber die Autorin hat zwischendurch immer wieder historische Passagen eingebaut in denen man die Urahnen von Andy und Stephen kennenlernt. Man merkt in dem historischen Teil auch, dass zwischen den Familien große Spannungen wegen der Sklaverei herrschten, die Andy vermutlich in seinem Buch festhalten wollte. Die historischen Passagen haben mir sehr gut gefallen. Gestört hat mich allerdings, dass im Laufe des Buches die Familienfehde nie ganz aufgeklärt wurde und mir eigentlich immer noch über 100 Jahre Geschichte bis zum heutigen Tag fehlen. Es wäre schön gewesen, wenn die Autorin die Lücke mit einem zusätzlichen historischen Teil geschlossen hätte. So hätte man die historischen Teile auch weglassen können und nur mal eine kurze Zusammenfassung der historischen Ereignisse einbauen können. Ich habe immer darauf gewartet zu erfahren wie es mit Andys Familie von damals weiterging und es kam nichts mehr. Das hat mich doch ein wenig enttäuscht.
Lenas Leben auf Sansibar und die Begegnung mit Stephen fand ich aber spannend und romantisch. Trotzt obiger Kritikpunkte hatte ich wunderbare Lesestunden und vergebe 4 Sterne für diesen Roman.

Dieses Buch wurde mir vom Mira Taschenbuch Verlag in Kooperation mit Blogg dein Buch zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Vielleicht hat jetzt der eine oder andere auch Lust bekommen, dieses Buch zu lesen. Hier habe ich noch den Link für euch wo ihr das Buch bestellen könnt: Bestelllink


1 Kommentar:

  1. Ich bin froh, dass ich nicht alleine bin mit dem fehlenden Teil, der zur genaueren Aufklärung der Geschichte in der Vergangenheit dazugehören sollte! ich dachte schon ich hätte etwas überlsen...Mit gefiel die Geschichte im heute nicht so gut bzw. war sie mir teilweise zu kitschig, aber die teile in der Vergangenheit waren toll und hätten ruhig mehr ausgebaut sein können. Die bBschreibung von Sansibar fand ich auch sehr gelungen.
    Liebe Grüße
    Martina

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