Sonntag, 17. November 2013

Rezension zu Göttinnensturz von Anni Bürkl

Quelle: Gmeiner Verlag
Heute stelle ich euch den Salzkammergut-Krimi „Göttinnensturz“ von Anni Bürkl vor. Es wird Frühling im Ausseerland und Berenike hat viel zu tun in ihrem Teesalon. Bei einem Spaziergang am Wolfgangsee stößt sie auf eine Frauenleiche im Dirndlkleid. Die Schürze des Dirndls wurde als Tatwaffe genutzt. Berenikes Freund Jonas soll den Mordfall aufklären. Da er aber mit den Ermittlungen nicht weiterkommt und weitere Leichen auftauchen fängt Berenike selbst zu ermitteln an.

Meine Meinung:

Frau Bürkl ist eine österreichische Autorin, die den Krimi mit Spannung und Lokalchlorit geschrieben hat. Die Geschichte spielt im Salzkammergut in einer der schönsten Gegenden Österreichs. Die Landschaft und Umgebung wird wirklich schön beschrieben, dass man sich die Gegend sehr gut vorstellen konnte. Auch die Protagonisten wurden gut beschrieben und man hatte Einblick in ihr Leben. Am Anfang hatte ich leichte Schwierigkeiten alle Personen auseinander zu halten. Es hat aber nicht lange gedauert und die Protagonisten wurden mir vertraut. Klasse fand ich, dass einiges im Dialekt geschrieben wurde. Da habe ich mich als Oberösterreicherin gleich noch heimischer im Buch gefühlt. Den Krimi fand ich sehr spannend, da es nicht bei einer Leiche blieb, die Ermittler der Polizei lange im Dunklen tappten und ein Wettlauf mit der Zeit begann. Wäre da nicht Berenike mit ihrem Gespür gewesen, hätte die Polizei sicher noch länger nach dem Täter gesucht. Berenike, die Hauptprotagonistin ist eine nette Frau, die des Öfteren über Leichen stolpert, einen schönen Teesalon betreibt und viel Intuition beweist, wenn es darum geht einen Mörder ausfindig zu machen. Ich mochte sie von Anfang an sehr gerne und konnte mich beim Lesen sehr gut in sie hineinversetzen.
Schön fand ich, dass der Krimi eine Nebengeschichte hatte. Die Beziehung zwischen Berenike und Jonas ist ein Thema das sich durch das ganze Buch zieht. So wurde es beim Lesen nie langweilig und ich hatte spannende Lesestunden. Danke an Frau Bürkl, dass sie diesen tollen Krimi geschrieben hat. Ich hoffe, dass dieser vierte Teil der Berenike Serie nicht der letzte sein wird.

Von mir gibt es 4 Sterne für den Krimi!



Berenike Roithers vierter Fall
280 Seiten
12 x 20 cm
Erschienen: Juli 2013
Paperback
ISBN 978-3-8392-1419-0
9,99 €

Freitag, 15. November 2013

Rezension zu Zitronentagetes von Britta Orlowski

Quelle: Bookshouse Verlag
Ich möchte euch gerne den Roman „Zitronentagetes“ von Britta Orlowski vorstellen. Es ist der dritte Teil einer Buchserie, die uns nach St. Elwine entführt, einem kleinen Küstenstädtchen in den USA. Dieses Mal geht es um Flo. Sie lebt seit ein paar Jahren mit ihrem Sohn Kevin in St. Elwine und versucht so gut es geht mit allen möglichen Jobs über die Runden zu kommen. Da ihr Exmann die Alimente nicht regelmäßig zahlt, hat es Flo nicht leicht. Es scheint als würde Flos Leben immer schwieriger werden. Gut dass sie so gute Freunde in ihrer Quiltrunde hat, die sich gegenseitig helfen und auch Flo nicht in Stich lassen. Marc Flos bester Freund darf sich glücklich schätzen Flo zu haben, denn nach einem schweren Verkehrsunfall kurz vor Weihnachten ist sie sein Fels in der Brandung.

Meine Meinung.

Ich weiß gar nicht wie ich die Rezension schreiben soll, denn dieses Buch war so voll von Emotionen, dass es mir schwerfällt das alles zu beschreiben. Ich habe mich in die Bewohner von St. Elwine verliebt und habe mich beim Lesen als Teil dieser großen Gemeinschaft gesehen. Ich bin emotional komplett in das Buch abgetaucht und war bis zum Schluss davon gefesselt. Ich mochte Flo die Hauptprotagonistin des Buches besonders gern. Sie ist eine extrem hilfsbereite, fleißige Frau, hat eine positive Einstellung zum Leben, ist immer für ihre Freunde da und redet gerne und viel, was bei ihr aber sehr charmant herüberkommt.
Marc ihr bester Freund in St. Elwine verliert bei einem Autounfall eines seiner Beine. Marc macht das sehr zu schaffen und es ist schwer für ihn sich noch als vollwertigen Menschen zu sehen. Er ist oft schlecht gelaunt, mürrisch, ungerecht in seinen Aussagen und manchmal kaum auszuhalten.
Flo ist die einzige, die zu ihm durchdringt und Frau Orlowski hat die Beziehung der beiden so schön beschrieben. Man konnte im Buch lachen, weinen, traurig, glücklich sein und mit den Protagonisten mitfiebern.
Auch Marcs Vater sorgt im Buch für Aufregung und Spannung. Es gibt viele Personen, die im Roman eine Rolle spielen. Zu viele als dass ich hier über alle schreiben könnte. Ich kann nur soviel sagen, Langeweile wird es garantiert nicht geben.
Mich hat dieser Roman sehr berührt. Ich habe mich gefühlt als wären alle Personen und der Ort echt, als würde ich wirklich dort sein und dorthin gehören. Ich kann das Buch als romantisch, spannend und geladen mit allerlei Emotionen beschreiben. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man wird sofort in den Bann von St. Elwine gezogen. Es ist mir sehr schwer gefallen das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Ich hatte wunderbare Lesestunden, die ich auf keinen Fall missen möchte.
Falls ihr neugierig auf den Roman geworden seid, lest ihn, ihr werdet es nicht bereuen. Er ist einfach nur wunderbar.


Von mir gibt es 5 Sterne für eine fesselnde Geschichte.

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 808 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 581 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verlag: bookshouse (7. September 2013)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00F1YK014

Mittwoch, 13. November 2013

Lovelybooks Leserpreis 2013

Es geht wieder los! Die Nominierungsphase vom großen Leserpreis 2013 hat begonnen!
Bis zum 20. November könnt ihr eure Lieblingsbücher nominieren,
die zwischen dem 1. Dezember 2012 und dem 30. November 2013
zum ersten Mal erschienen sind.
In jeder Kategorie kommen die 35 am häufigsten nominierten Bücher in die finale Abstimmungsrunde, die am 21. November startet. Die Preisträger
werden am 29. November 2013 bekannt gegeben. Noch Fragen? Weitere
Informationen zum genauen Ablauf findest du hier.
Jede Nominierung und jede Stimme zählen!

Ich hoffe Ihr werdet auch bei dem Leserpreis mitmachen. Die Autoren würden sich riesieg darüber freuen.
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.
Eure Nicole

Freitag, 8. November 2013

Rezension zu Sie haben sich aber gut gehalten von Lilli Beck




Quelle: Rowohlt Verlag

Heute stelle ich euch das Buch „Sie haben sich aber gut gehalten“ von Lilli Beck vor. Rosy ist glücklich. Von ihrem Mann Volker ist sie geschieden, die Kinder sind aus dem Haus, ihre Villa soll verkauft werden und sie kann bald in eine kleinere Wohnung ins Zentrum von München ziehen. Auf das Wellnesswochenende mit ihrer besten Freundin freut sie sich schon sehr. Wäre da nicht ihre Familie, die ihr einen Strich durch die Rechnung macht.

Meine Meinung:

Dieser Roman war für mich wieder ein Highlight. Es war ein amüsant zu lesendes Buch und ich fand die Geschichte über Rosys Familie echt lustig. Rosy ist ja eine Frau in den besten Jahren. Sie hat drei Kinder großgezogen, hat den Haushalt geschmissen und alle immer tatkräftig unterstützt und umsorgt. Jetzt sind alle aus dem Haus und sie genießt es für sich zu sein und Ruhe zu haben. Sie freut sich schon darauf endlich ihr eigenes ruhiges Leben führen zu können, aber ihre Familie macht ihr da einen großen Strich durch die Rechnung.
Täglich kommen neue Katastrophen und Probleme auf sie zu. Immer wieder tauchen Familienmitglieder, wollen zurück ins Hotel Mama und bringen Rosy in unmögliche Situationen. Rosy ist genervt, was sie aber aus lauter Höflichkeit oft nicht zeigt. Meist denkt sie sich ihren Teil und versucht möglichst ruhig zu bleiben. Ich persönlich wäre ausgeflippt, hätte meiner Familie vermutlich einen Vortrag gehalten und alle rausgeschmissen. Mich hat überrascht wie ruhig Rosy äußerlich geblieben ist. Innen drin hat es sie eh fast zerrissen. Manchmal ist ihr dann aber doch die Hutschnur geplatzt. Besonders auf Volker ihren Ex ist sie nicht gut zu sprechen, was ich sehr gut verstehen konnte. Zuerst betrügt er Rosy, stellt aber Besitzansprüche wenn Rosy sich einem anderen Mann zuwendet. Außerdem glaubt er immer noch über Rosy bestimmen zu können sowie über seine Kinder. Nicht gerade ein Traummann dieser Volker.

Mein Fazit:
Es war ein wirklich chaotisches Buch mit einer chaotischen aber sehr liebenswerten und lustigen Familie. Ich mochte sie gerne und bin mir schon als Teil der Familie vorgekommen.
Ich konnte mich gut ins Familienleben hineinversetzen und aufgrund Lilli Becks bildlicher Beschreibungen konnte ich mir jede Szene sehr gut vor Augen halten. Rosys Schwiegermutter mit ihrer schillernden Erscheinung und Ungeschicktheit war in dieser Geschichte ein zusätzliches Highlight.
Ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben und möchte es auf keinen Fall missen.
Von mir gibt es 5 Sterne.

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

rororo
01.06.2011
272 Seiten
ISBN 978-3-499-25620-2 

Montag, 4. November 2013

Rezenison zu "Die Auslese" von Joelle Charbonneau


Quelle: Penhaligon Verlag


 Heute möchte ich euch die Dystopie „Die Auslese“ von Joelle Charbonneau vorstellen. Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.

Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben …

Dich erwarten Gefahr, Liebe - und nackte Angst!

Klappentext:  Panhaligon Verlag

Meine Meinung:
Bei diesem Buch hat mich schon der Klappentext auf der Rückseite angesprochen und so musste ich es unbedingt lesen. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, da ich bereits einige gute Rezensionen darüber gelesen hatte. Was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht und war vom Buch von Anfang an fasziniert und begeistert.
Die Autorin hat einen wunderbaren flüssigen Schreibstil, der einen einfach fesselt und nicht mehr loslässt.
Außerdem hat mich die Geschichte um Cia gefangen genommen. Cia ist 16 als sie mit der Schule fertig wird. Sie lebt in einer Welt, die von Kriegen gezeichnet ist. Die Böden und Gewässer sind verseucht, Obst und Gemüse muss neu kultiviert werden und es gibt viel weniger Menschen als früher, die in verschiedenen Kolonien leben. Das Leben ist hart und die Regierung benötigt clevere Leute, die das Land regieren. So entstand die Auslese, zu der nur die besten Absolventen der Kolonien eingeladen werden. Sie müssen verschiedenste Tests bestehen um überhaupt an der Universität studieren zu können. Die Auslese ist hart und grausam und viele sterben dabei.
Cia soll sich auch diesen Prüfungen stellen, aber sie hat Angst, denn ihr Vater hat heute noch grausame Alpträume von seiner Auslese und warnt Cia davor niemandem zu trauen. Dem einzigen, dem sie dann doch traut ist ihrem Freund Thomas, der mit ihr schon zur Schule gegangen ist. So könne sie sich wenigstens ein wenig vor den anderen schützen.
Ich fand Cia als Protagonistin einfach toll. Sie ist ein starker Charakter und hat für jedes Problem eine Lösung. Sie hat mir mit ihrer Stärke imponiert. Ich konnte mich sehr gut in Cia hineinversetzen und habe mit ihr bei den Prüfungen mitgefiebert und bin mit ihr durch die Hölle gegangen. Die Spannung, die während und nach den Prüfungen im Buch geherrscht hat, konnte ich schon fast mit den Händen greifen. Ich war so gefesselt von diesem Buch, dass ich es nur schwer aus der Hand legen konnte. Für mich war der Roman spannend, gefühlvoll, aufregend, traurig, entsetzlich und unglaublich. Das erschreckende an dem Buch war, dass es auch bei uns einen Krieg in dem Ausmaß wie im Buch geben könnte und dass vielleicht unsere Kinder auch in Cias Situation kommen könnten. Man mag sich solche Szenarios gar nicht ausmalen, aber möglich ist alles. Die Vernichtungswaffen dazu haben wir ja schon. Das Buch macht einen auch nachdenklich und man hofft, dass es nie so weit kommen wird.

Ich vergebe für dieses faszienierende und spannende Buch 5 Sterne.

Vielen Dank an den Penhaligon Verlag der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Originaltitel: The Testing (Book I)
Originalverlag: Houghton Mifflin Books, Boston 2013
Aus dem Amerikanischen von Marianne Schmidt

Deutsche Erstausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-3117-1
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 24,50* (* empf. VK-Preis)

Samstag, 2. November 2013

Rezension zu Kurschattenerbe von Sigrid Neureiter



Quelle: Gmeiner Verlag


Ich möchte euch gerne den Krimi „Kurschattenerbe“ von Sigrid Neureiter vorstellen. Jenny Sommer nimmt an einem Symposium in Meran teil, das sich um Minnesänger Oswald von Wolkenstein dreht. Als Arthur Kammelbach plötzlich verschwindet und ein ortsansässiger Maler getötet wird, fängt Jenny an auf eigene Faust zu ermitteln. Haben die Vorfälle miteinander zu tun?

Meine Meinung:

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen. Frau Neureiter hat einen flüssigen und spannenden Schreibstil. Ihr Krimi, der im wunderschönen Südtirol spielt ist sehr kurzweilig zu lesen. Es wird gleich am Beginn des Buches spannend, da man bereits über den Mord und das Verschwinden des Professors lesen kann. Natürlich fängt man gleich selber an zu grübeln um herauszufinden warum der Mord passiert ist, ob auch Professor Kammelbachs Verschwinden damit zusammenhängt. Es gibt ziemlich viele Protagonisten, die im Buch eine Rolle spielen und die auch durchaus zu meinen Tatverdächtigen gehört haben. Mir ist beim Lesen vorgekommen, dass irgendwie jeder ein Geheimnis zu haben scheint bzw. etwas zu verheimlichen hat. So bin ich auch bei meinen Ermittlungen bis zum Schluss im Dunklen getappt und trotzdem hat es riesen Spaß gemacht den Täter zu finden. Frau Neureiter hat beim Schreiben die Gabe einem immer wieder an der Nase herumzuführen, was das Buch gleich viel spannender macht. Ich finde, dass Frau Neureiter nicht nur die Protagonisten sehr interessant beschrieben hat, sonder sie hat einem auch die wunderschöne Landschaft Südtirols näher gebracht. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und habe richtig Lust bekommen dorthin auf Urlaub zu fahren.
Da in dem Buch, wie bereits erwähnt, sehr viele Protagonisten vorkommen, möchte ich nur kurz auf Jenny Sommer eingehen.
Sie war für mich die Hauptprotagonistin, die am meisten zur Aufklärung des Kriminalfalls beigetragen hat. Sie hängt sich da richtig rein und mit Hilfe von Lenz schafft sie es auch. Ich find sie richtig sympathisch und mochte ihre nette, Lockere Art sehr gerne.
Auch die anderen Protagonisten waren interessante Charaktere, die ihr aber im Buch näher kennen lernen könnt. Ich hoffe, ihr habt jetzt auch Lust auf den Krimi bekommen. Ich kann ihn nur weiter empfehlen.
Von mir gibt es heute 5 Sterne für eine spannende und abwechslungsreiche Lektüre, die besonders auf den letzten Seiten nochmals richtig spannend geworden ist.

Kriminalroman
280 Seiten
12 x 20 cm
Erschienen: Juli 2013
Paperback
ISBN 978-3-8392-1434-3
9,99 €