Montag, 4. November 2013

Rezenison zu "Die Auslese" von Joelle Charbonneau


Quelle: Penhaligon Verlag


 Heute möchte ich euch die Dystopie „Die Auslese“ von Joelle Charbonneau vorstellen. Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.

Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben …

Dich erwarten Gefahr, Liebe - und nackte Angst!

Klappentext:  Panhaligon Verlag

Meine Meinung:
Bei diesem Buch hat mich schon der Klappentext auf der Rückseite angesprochen und so musste ich es unbedingt lesen. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, da ich bereits einige gute Rezensionen darüber gelesen hatte. Was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht und war vom Buch von Anfang an fasziniert und begeistert.
Die Autorin hat einen wunderbaren flüssigen Schreibstil, der einen einfach fesselt und nicht mehr loslässt.
Außerdem hat mich die Geschichte um Cia gefangen genommen. Cia ist 16 als sie mit der Schule fertig wird. Sie lebt in einer Welt, die von Kriegen gezeichnet ist. Die Böden und Gewässer sind verseucht, Obst und Gemüse muss neu kultiviert werden und es gibt viel weniger Menschen als früher, die in verschiedenen Kolonien leben. Das Leben ist hart und die Regierung benötigt clevere Leute, die das Land regieren. So entstand die Auslese, zu der nur die besten Absolventen der Kolonien eingeladen werden. Sie müssen verschiedenste Tests bestehen um überhaupt an der Universität studieren zu können. Die Auslese ist hart und grausam und viele sterben dabei.
Cia soll sich auch diesen Prüfungen stellen, aber sie hat Angst, denn ihr Vater hat heute noch grausame Alpträume von seiner Auslese und warnt Cia davor niemandem zu trauen. Dem einzigen, dem sie dann doch traut ist ihrem Freund Thomas, der mit ihr schon zur Schule gegangen ist. So könne sie sich wenigstens ein wenig vor den anderen schützen.
Ich fand Cia als Protagonistin einfach toll. Sie ist ein starker Charakter und hat für jedes Problem eine Lösung. Sie hat mir mit ihrer Stärke imponiert. Ich konnte mich sehr gut in Cia hineinversetzen und habe mit ihr bei den Prüfungen mitgefiebert und bin mit ihr durch die Hölle gegangen. Die Spannung, die während und nach den Prüfungen im Buch geherrscht hat, konnte ich schon fast mit den Händen greifen. Ich war so gefesselt von diesem Buch, dass ich es nur schwer aus der Hand legen konnte. Für mich war der Roman spannend, gefühlvoll, aufregend, traurig, entsetzlich und unglaublich. Das erschreckende an dem Buch war, dass es auch bei uns einen Krieg in dem Ausmaß wie im Buch geben könnte und dass vielleicht unsere Kinder auch in Cias Situation kommen könnten. Man mag sich solche Szenarios gar nicht ausmalen, aber möglich ist alles. Die Vernichtungswaffen dazu haben wir ja schon. Das Buch macht einen auch nachdenklich und man hofft, dass es nie so weit kommen wird.

Ich vergebe für dieses faszienierende und spannende Buch 5 Sterne.

Vielen Dank an den Penhaligon Verlag der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Originaltitel: The Testing (Book I)
Originalverlag: Houghton Mifflin Books, Boston 2013
Aus dem Amerikanischen von Marianne Schmidt

Deutsche Erstausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-3117-1
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 24,50* (* empf. VK-Preis)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen