Samstag, 17. August 2013

Rezension zu Sissis Tod von Bernhard Barta

Quelle: Weltbild

Heute stelle ich euch den Salzkammergut-Krimi „Sissis Tod“ von Bernhard Barta vor. Unter dem Gipfel des Siriuskogels in Bad Ischl wird die Leiche einer berühmten Hollywoodschauspielerin gefunden. Sie hat gerade noch einen neuen „Sissi“-Film über die österreichische Kaiserin gedreht und kurz darauf ist sie tot.
Der Gmundner Inspektor Gustl Brandner wird mit den Ermittlungen betraut. Mit seinem Kollegen Wachtmeister Birngruber macht er sich auf die Suche nach dem Mörder im Kreis der High Society bzw. den Adelskreisen von Bad Ischl.

Meine Meinung:

Als ich das Buch gesehen habe, habe ich mich gefreut, dass endlich wieder mal ein Krimi im Salzkammergut spielt. Ich selber wohne am Rande des Salzkammerguts und kenne daher den Tatort und die Ermittlungsschauplätze sehr gut. Das hat mir natürlich den Einstieg in den Krimi sehr leicht gemacht. Inspektor Gustl Brandner fand ich auch gleich von Anfang an sehr nett. Er scheint ein kompetenter Polizist zu sein. Zumindest hat er ein gutes Bauchgefühl und eine sehr sensible Nase. Ich finde er macht seine Sache sehr gut, denn er kommt selber aus Adelskreisen und kennt somit fast jeden in Gmunden und Bad Ischl. Mit klugen Fragen unter anderem beim Stammtisch und guter Kombinationsgabe versuchen er und Wachtmeister Birngruber den Mörder zu finden.
Der Autor hat einen flüssigen Schreibstil, der gut und schnell zu lesen ist. Die Dialoge der Protagonisten sind zum Teil in oberösterreichischem Dialekt geschrieben, was den Krimi noch sympathischer macht. Für alle Nichtösterreicher gibt es am Ende des Buches einen Glossar um unseren Dialekt zu verstehen.
Das Einzige was mir nicht so gefallen im Buch gefallen hat ist, dass ständig Alkohol geflossen ist und zwar bei jeder bietenden Gelegenheit. Da ich selber so gut wie gar keinen Alkohol trinke ist mir das etwas negativ aufgefallen.
Im Krimi kommen sehr viele verschiedene Personen vor, die zum Teil zu den Verdächtigen gehören oder einfach nur Bewohner von Bad Ischl oder Gmunden sind. Für mich war es am Anfang gar nicht so leicht alle Namen auseinander zu halten, was sich aber im Laufe des Buches gelegt hat, als man die Personen besser kennen gelernt hat.

Ich fand den Krimi aber spannend und gut geschrieben und habe ihn innerhalb kürzester Zeit ausgelesen gehabt. Mir hat es großen Spaß gemacht mit Gustl Brandner zu ermitteln und zu kombinieren um selber den Täter zu finden. Ich hatte einige Täter im Visier, aber der Autor hat uns ganz schön an der Nase herumgeführt und ich habe den Täter auch erst ganz zum Schluss präsentiert bekommen. Das fand ich klasse, denn ich mag es nicht, den Täter schon am Beginn des Buches zu kennen.

Ich hatte mit dem Krimi wunderbare, spannende Lesestunden und vergebe dafür 4 Sterne.

Vielen Dank an den Weltbild Verlag, der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt habt.
Habt ihr jetzt auch Lust auf diesen spannenden Krimi bekommen? Dann schaut doch mal hier auf Weltbild nach, denn dort findet ihr ganz viele Zusatzinfos zum Buch.

2013, 240 Seiten, Maße: 11,4 x 19 cm, Taschenbuch, Deutsch
Verlag: Haymon Verlag
ISBN-10: 3852189543
ISBN-13: 9783852189543



 

Kommentare:

  1. Hallo liebe Nicole!
    Ist das Buch ähnlich wie von Herbert Dutzler? Mir hat ja "Letzte Bootsfahrt" jetzt nicht so gut gefallen, wie seine anderen beiden Bücher, deshalb würde ich gerne wieder einen anderen Roman aus dem Salzkammergut lesen! =)
    Liebe Grüße aus NÖ
    Martina

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  2. Ich habe nur Dutzlers ersten Fall gelesen, der mir aber sehr gut gefallen hat. Ich fand diesen Roman ähnlich. Man musste auch bei diesem Ermittler immer wieder schmunzeln. Aber am Anfang haben mich die vielen Namen echt ganz schön verwirrt. Zum Schluss hat er mir richtig gut gefallen. Vor allem kommen im Roman sehr viele Orte, Geschäfte, Lokale und Menschen vor, die es auch wirklich gibt. Da war ich sogar ein wenig überrascht, dass viele Namen wie der Konditor Zauner von Ischl gar nicht geändert wurden.

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  3. Was mir bei Dutzler diesmal negativ aufgefallen ist (weil du das Trinken beanstandet hast) war das viele essen!!!! Natürlich gab es auch immer ein Bier dazu...mindestens eins....aber es wurde wirklich sehr viel gegessen und das fand ich nun nicht so gut...;) Wenn man Plötze und Geschäfte kenn ist das immer wieder toll! Mir hat bei Ursula Poznanskis "Saeculum" fast der Schlag getroffen, als ich zu Beginn Wiesleburg und dann auch noch die Umgebung stehen sah. Ich wohne gerade mal so 20 km entfernt ;)
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Gegessen wird in dem Buch auch ziemlich viel und getrunken. Das muss man erst mögen. Da hast du recht. Ich fand hier auch toll, dass Gmunden und Bad Ischl vorkamen. Ich bin 5 Jahre in Bad Ischl zur Schule gegangen und Gmunden ist gerade mal 20 Minuten Fahrzeit von mir.
      Liebe Grüße

      Nicole

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