Mittwoch, 21. August 2013

Rezension zu Glücksfall von Marian Keyes

Quelle: http://www.randomhouse.de/heyne/index.jsp

 

Heute stelle ich euch das Buch „Glücksfall“ von Marian Keyes vor. Es ist der fünfte Teil der Walsh Familiengeschichte. In diesem Roman geht es um Helen, die jüngste der Walsh Schwestern. Sie ist Privatdetektivin, musste gerade wegen Geldmangels ihre Wohnung räumen und zieht wieder bei Ihren Eltern ein. Da taucht plötzlich ihr Exfreund Jay Parker auf um ihr einen Auftrag zuzuschanzen. Sie soll Wayne finden, einen Musiker einer bekannten Boygroup, die ihr Revival-Konzert planen. Wayne ist plötzlich verschwunden und keiner weiß wo er abgeblieben ist.

Meine Meinung:

The Irish Independent schreibt, dass es eine witzige Geschichte sein soll. Mir hat sie ehrlich gesagt eher den Tag verdorben. Ich kannte bis jetzt noch keines der Walsh Bücher, aber der Klappentext hörte sich ja echt ganz gut an. Als ich dann Helen Walsh beim Lesen näher kennen gelernt habe ist mir die Lust am Buch doch ziemlich vergangen.

Sie ist Privatdetektivin, die eigentlich einiges draufhätte. Durch die Wirtschaftskrise bekommt sie aber immer weniger Aufträge und hat daher großen Geldmangel und muss aus ihrer Wohnung ausziehen. Das wäre ja noch ganz ok. Leider ist sie aber auch depressiv und das zieht sich durchs ganze Buch. Ja Depressionen sind eine Krankheit, mit der nicht leicht zu leben ist, die man auch respektieren muss. Ich kenne Leute mit Depressionen und kann damit umgehen. Im Buch war es für mich aber trotzdem schwierig das Gejammer die ganze Zeit zu ertragen und zu lesen auf welche Art und Weise sie sich am liebsten umbringen möchte und welche Tabletten sie gerne haben möchte und warum die Tabletten nicht helfen und so weiter. Sie kommt mir zusätzlich auch noch unfreundlich und überheblich vor. Das sind Charaktereigenschaften, die bei mir nicht so gut ankommen.

Am besten am Buch haben mir die Ermittlungsarbeiten an dem Fall Wayne gefallen. Komischerweise war sie noch sehr gut in der Lage nach Wayne zu suchen und hat es meiner Meinung nach auch wirklich gut gemacht. Ihre Kombinationsgabe ist echt nicht schlecht und die anderen Protagonisten waren eigentlich alle ganz ok. Aber die Jammerei ist mir einfach zu viel geworden. Ich glaube man hätte den Roman locker auch mit nur 300 anstatt 600 Seiten schreiben können.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir eigentlich gut, denn sie schreibt flüssig, man kann den Roman schnell weglesen und ich könnte mir vorstellen, dass mir andere Romane der Autorin zu einem anderen Thema durchaus gefallen könnten. Leider war dieser hier nicht ganz nach meinem Geschmack.

Leider kann ich daher für den Roman nur 3 Sterne vergeben.
 
 
Originaltitel: Mercy Close (nach The Brightest Star)
Originalverlag: Michael Joseph, London
Aus dem Englischen von Susanne Höbel
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 608 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-26711-4
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50* (* empf. VK-Preis)             
Verlag: Heyne

Kommentare:

  1. Schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat! Ich war absolut begeistert, gerade weil die Geschichte voller Witz steckt, aber aufgrund der Depression auch einen ernsten und traurigen Kern hat.
    Alle Bücher, die ich von Marian Keyes bisher gelesen habe fand ich klasse und ich würde dir sehr empfehlen, es trotzdem noch mit einem anderen der Autorin zu versuchen. :)

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    1. Liebe Pia!

      Kennst du das Buch Sushi für Anfänger von Marian Keyes? Das ist nämlich auch noch auf meiner Wunschliste und möchte sehr gerne wissen ob das gut ist.
      Vielleicht mochte ich das Buch auch nicht, weil es mich selber runtergezogen hat. Ich weiß auch nicht. Normalerweise gefallen mir so Frauenromane immer recht gut.

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  2. Sushi für Anfänger kenne ich und es hat mir sehr gut gefallen. Es ist aber schon viele Jahre her, dass ich es gelesen habe und kann mich daher leider auch nicht mehr im Detail dran erinnern.

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    1. Danke für die Info. Ich habe es mal in einer Buchhandlung gesehen und überlege immer noch ob ich es mir kaufen soll. Aber zuerst muss mein Sub schrumpfen.

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