Donnerstag, 21. Februar 2013

Rezension zu Die Stadt der Heiligen von Petra Schier

Quelle: www.amazon.at

Heute stelle ich euch den historischen Roman „Die Stadt der Heiligen“ von Petra Schier vor. Man schreibt das Jahr 1412 in Aachen, als im Dom der Geselle von Reinold Schreinemacher tot aufgefunden wird. Verdächtigt wird Reinold als Täter, aber Marysa seine Frau glaubt an seine Unschuld. Mit Hilfe des Mönchs Christopherus versucht Marysa die Sache aufzuklären. Wird es ihnen gelingen den Fall zu lösen?

Meine Meinung:

Schon nach den ersten Seiten war ich von der Handlung im Buch gefesselt. Frau Schier schreibt wie immer sehr bildlich, so dass man sich Aachen und die Bewohner der Stadt zur damaligen Zeit sehr gut vorstellen konnte. Marysa die Hauptprotagonistin ist mir gleich ans Herz gewachsen. Sie tat mir leid, dass sie so einen Mann wie Reinold geheiratet hat, der sie nur für die ehelichen Pflichten braucht, aber sonst eher links liegen läßt. Marysa ist aber eine sehr kluge Frau, die ihn gut bei seinen Geschäften unterstützen könnte, denn sie hat sehr viel von ihrem Vater einem Reliquienhändler gelernt.
Dann gibt es da noch Marysas Ehemann Reinold, der zwar kein Mörder ist aber trotzdem ein unfreundlicher und unsympathischer Mann, mit dem ich im Buch nicht warm geworden bin.
Christopherus den Mönch mochte ich dagegen gern. Er verbirgt zwar ein Geheimnis und Marysa traut ihm nicht ganz, aber er unterstützt und hilft Marysa trotzdem wo er nur kann. Vermutlich weil er es Marysas Bruder auf dem Sterbebett versprochen hat.

Die Geschichte war sehr spannend geschrieben. Man hat tolle Einblicke in die damalige Zeit bekommen, ohne dass es irgendwie langweilig oder langatmig wurde. Die Kriminalgeschichte war geschickt in den Roman eingeflochten und hat den Roman für mich zu einem ganz besonderen gemacht. Ich habe es geliebt über Marysas Leben, über die Stadtleute und über die damaligen Lebensgewohnheiten zu lesen. Dieses Buch hat mir das 15. Jahrhundert auf alle Fälle nähergebracht. Geschichte fand ich ja in der Schule immer etwas trocken, aber Frau Schier versteht es, daraus einen packenden Roman zu machen, wofür ich ihr sehr dankbar bin.

Ich freue mich schon sehr darauf auch noch die Folgeromane zu lesen, denn die Geschichte um Marysa und ihr Leben ist eine Trilogie. Die Titel der Nachfolgebände sind: „Der gläserne Schrein“ und „Das silberne Zeichen“.

Mein Fazit: Ein sehr unterhaltsamer und spannender Roman bei dem ich in das Leben von Marysa eingetaucht bin und genossen habe alles von dieser Zeit aufzusaugen, mitzufiebern und mit Marysa mitzuleiden.

Das Buch bekommt von mir 5 Sterne

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 3 (2. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349924862X
  • ISBN-13: 978-3499248627
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