Freitag, 20. Juli 2012

Rezension zu Méto - Das Haus von Yves Grevet

Ich möchte euch das Buch Méto – Das Haus von Yves Grevet vorstellen. Das Buch handelt von Méto einem Jungen, der mit ca. 60 anderen Kindern in einem Haus lebt, aus dem sie nie herauskommen werden. Sie sind dort gefangen und müssen sich streng an die Regeln des Hauses halten. Sie machen Sport, haben Unterricht und Chorgesang, bekommen genug zu Essen, aber wenn irgendjemand gegen die Regeln verstößt wird er hart bestraft. Die Kinder wissen nicht wer sie sind oder woher sie kommen, als hätte jemand ihr Gedächtnis ausgelöscht. Méto ist ein Junge, der sich aber nicht von diesen Männern einlullen lässt und der einen Weg sucht aus dem Haus zu verschwinden. Wird ihm das gelingen?

Meine Meinung:

Beim Lesen habe ich gleich mal Méto den Hauptprotagonisten ins Herz geschlossen. Er ist schon einige Jahre im Haus eingesperrt, ist aber trotzdem ein netter Junge geblieben, der sich um andere sorgt und eigentlich zu jedem nett ist. Er versucht Streitereien zu schlichten und wenn es geht Streitereien aus dem Weg zu gehen um nicht bestraft zu werden. Trotz jahrelangem Eingesperrt sein im Haus hat er die Hoffnung noch nicht verloren irgendwie raus zu kommen, auch wenn er nicht weiß, woher er kommt und wie er wirklich heißt.
Das Buch ist aus der Sicht von Méto geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat, denn so weiß man immer was Méto denkt und was er als nächstes vorhat. Mir hat der Schreibstil des Autors überhaupt sehr gut gefallen, denn er schreibt flüssig und spannend. Das Buch könnte man in einem Rutsch durchlesen, denn es fesselt einem gleich von der ersten Seite weg. Ich hatte Mitleid mit den 64 Jungen im Haus und habe die ganze Zeit mit ihnen mitgefiebert und gehofft, dass sie nicht zu viele Strafen bekommen. Außerdem musste ich Méto ja bei seinen Fluchtplänen die Daumen drücken, dass da ja nichts schief geht, denn die Wächter der Jungs haben ihre Ohren und Spitzel überall. Für die Jungs muss es ja wirklich schlimm sein immer im Haus eingesperrt zu sein, nie an die frische Luft zu können und sich immer an Regeln halten müssen. Ich konnte die Jungs nur bewundern wie diszipliniert sie meistens waren und dass sie sich fast immer an die Regeln gehalten haben. Ich weiß nicht ob ich da nicht mit der Zeit durchdrehen würde, immer so auf engstem Raum zu sitzen, eingesperrt und keine Zeit für sich selbst zu haben. Da ist mir meine Freiheit lieber und drum verstehe ich die Jungs, dass sie von dort weg wollen.
Das einzige was mir nicht so gefallen hat im Buch waren die Beschreibungen der ganzen Regeln. Es war schon interessant zu lesen, dass es Regeln gibt, aber es waren einfach zu viele und das wurde dann mit der Zeit ein wenig langatmig.

Sonst kann ich nichts an dem Buch bemäkeln. Es ist ein toller, spannender Fantasyroman, der leider an der spannendsten Stelle zu Ende war. Natürlich warte ich jetzt schon sehnsüchtig auf die im Oktober erscheinende Fortsetzung. Ich will ja wissen wie es mit Méto und seinen Freunden weitergeht.

Das Jugendbuch bekommt von mir 4 Sterne.

Vielen Dank an den DTV Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423625147
ISBN-13: 978-3423625142
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 14 Jahre
Originaltitel: MÉTO. La Maison (Syros, Paris)


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