Sonntag, 20. Mai 2012

Rezension zu Zorn - Tod und Regen von Stepan Ludwig



Im Zuge der Lovelybooks Lesechallenge habe ich den Krimi Zorn – Tod und Regen von Stephan Ludwig gelesen. In dem Krimi passieren zwei Morde in einer Stadt in der sonst nicht viel los ist. Hauptkommissar Claudius Zorn soll die Ermittlungen leiten. Er und sein Kollege Schröder machen sich auf die Suche dach dem Mörder. Leider tappen sie da zieemlich im Dunkeln, vor allem weil Zorn überhaupt keine Lust auf die Ermittlungen hat. Als er aber merkt, dass er an der Nase herumgeführt wird gibt er endlich Gas.
 
Meine Meinung:
Vielleicht sollte ich gleich mal über die Hauptprotagonisten schreiben und zwar über Claudius Zorn und den „dicken“ Schröder wie er so liebevoll von seinem Chef genannt wird.
Zorn war mir am Anfang nicht unbedingt sympathisch. Er ist ein Kettenraucher, setzt sich über alle Regeln hinweg und raucht auch in seinem Büro, obwohl das verboten ist. Er langweilt sich in seinem Job fast zu Tode, ist träge, arbeitet nur so viel als unbedingt nötig, schiebt die meiste Zeit alle Arbeit auf Schröder und behandelt Schröder zeitweise mit einer Arroganz und einer Art, dass ich auszucken könnte.
Schröder dagegen ist zwar vollschlank, aber freundlich immer gut drauf, hat eine gute Kombinationsgabe, super Gedächtnis und trotzdem hält ihn manch einer für träge. Das täuscht allerdings, denn er kommt im Buch fitter rüber als manch andere dünne Person. Ich fand aber, dass die beiden, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können gut zusammengearbeitet haben .Sie sind ein eingeschworenes Team und auch wenn Zorn es nicht zugeben will, mag er Schröder und Schröder scheint ihm seine Beleidigungen nicht allzu übel zu nehmen.

Vom Schreibstil her hat mir der Krimi gut gefallen. Er war wirklich flüssig zu lesen und hat nach und nach Spannung aufgebaut. Zum Schluss konnte ich den Krimi wirklich nicht mehr aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, wer der Mörder ist. Ich habe zwar versucht unterm Lesen mitzurätseln, weil ich den Mörder auf eigene Faust finden wollte, aber so ganz ist mir das nicht gelungen. Das Buch war einfach so geschrieben, dass man wirklich das Meiste erst zum Schluss erfahren hat. Die Spannung wurde also bis zum Ende hin immer mehr gesteigert.

Was mir am Krimi auch gefallen hat war, dass die zwei Kommissare Schröder und Zorn keine Übermenschen waren, sondern dass jeder so seine Probleme und Macken hatte. Das hat sie mir dann wieder sympathisch gemacht und ich konnte eine Beziehung zu den Protagonisten beim Lesen aufbauen. Manchmal kommen mir Kommissare in Krimis einfach zu perfekt vor und das gefällt mir dann nicht so gut, denn wer ist denn schon perfekt.

Für mich war der Krimi einfach toll zu lesen. Er war spannend, hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen. Wenn es auch am Anfang so ausgeschaut hat, als würden es die beiden nie schaffen den Mörder zu finden. Zum Schluss haben sie es ja dann doch geschafft.



Der Krimi bekommt von mir 4 Sterne.

  • Broschiert: 368 Seiten
  • Verlag: Fischer; Auflage: 1 (25. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596193052
  • ISBN-13: 978-3596193059

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