Samstag, 12. Mai 2012

Rezension zu Rotes Gold von Tom Hillenbrand


Heute möchte ich euch das Buch Rotes Gold von Tom Hillenbrand vorstellen. Es ist Xavier Kieffers zweiter kulinarischer Krimifall. Xavier ist ein Sternekoch, der in Luxemburg sein eigenes Restaurant besitzt. Eines Abends wird er von seiner Freundin einer berühmten Gastrokritikerin zu einem exklusiven Dinner beim Pariser Bürgermeister eingeladen. Bei diesem Dinner soll der berühmte Sushi-Koch Rynosuke Mifune für die ganze Gesellschaft kochen. Plötzlich mitten unter dem Essen kippt Mifune um und stirbt wenig später im Krankenhaus. Kieffer glaubt nicht an einen natürlichen Tod und macht sich auf die Suche nach dem Mörder, den er möglicherweise in der Thunfischszene finden wird.



Dies ist mein erstes Buch, das ich von Tom Hillenbrand gelesen habe. Der Schreibstil und die Protagonisten haben mir gleich von der ersten Seite an gut gefallen. Die wichtigste Person in dem Roman ist Xavier Kieffer. Er ist ein Koch der bereits in Sternelokalen gearbeitet hat und ein richtiger Gourmet ist. Er kennt sich mit Essen jeder Art aus und weiß sehr viel darüber. Er ist körperlich eher korpulent, ein starker Raucher aber zäh und clever. Ich mochte ihn gleich von Anfang an, denn nach dem Mord an dem Sushi-Koch bleibt er ruhig und fängt gleich zum Ermitteln an und hat auf alle Fälle mehr Erfolg damit als die Polizei.
Es gibt auch noch einige Nebenprotagonisten, die Kieffer bei seinen Ermittlungen unterstützen, die aber nur eine Nebenrolle im Buch spielen.
Der Autor schreibt im Buch sehr viel über alle möglichen Gerichte und es kommen sehr viele französische, japanische und fremdsprachige Vokabel vor. Am Anfang hatte ich so damit meine Schwierigkeiten, aber Dank des Glossars am Ende bin ich dann eigentlich trotzdem ganz gut damit zurecht gekommen. Da es aber ein kulinarischer Krimi ist, gehören diese Vokabel einfach dazu.
Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen. Er war nicht zu schwer oder zu langatmig alles wurde gut beschrieben und man konnte auch die Personen gut kennen lernen. Auch an die vielen Küchenwörter hat man sich bald gewöhnt.
Ich war begeistert vom Buch, denn es war mal ein Krimi der anderen Art. Man hat sehr viel über den Fischfang und die Überfischung der Meere gelernt. Ich wusste gar nicht, dass es Thunfische gibt, für die Leute morden würden. Ich hatte so das eine oder andere AHA Erlebnis. Es war auf alle Fälle spannend bis zum Schluss, denn erst da gab es dann die Auflösung, wer der Mörder war und warum. Mich faszinieren solche kulinarischen Krimis und ich werde auf alle Fälle noch den ersten Fall von Kieffer lesen und es wird hoffentlich in Zukunft noch mehr von Kieffers Fällen geben.
 

Der Krimi bekommt von mir 5 Sterne.

Es war eine schöne Leserunde auf Lovelybooks. Danke vielmals dafür!

  • Broschiert: 351 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (19. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462044125
  • ISBN-13: 978-3462044126

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