Donnerstag, 23. Februar 2012

Rezension zu Der Tag, an dem ich cool wurde von Juma Kliebenstein



Heute darf ich euch das Buch Der Tag, an dem ich cool wurde von Juma Kliebenstein vorstellen. In dem Buch geht es um Martin und Karli. Die beiden sind die besten Freunde und gehen in dieselbe Klasse. Leider werden die beiden immer von den Fab Five gehänselt. Die Fab Five sind 5 Jungs ihrer Klasse, die sich einfach für cool halten. Martin und Karli sind nicht so cool, denn Martin ist ein wenig stärker, trägt eine hässliche Brille und Karli hat abstehende Ohren und eine Quietschstimme. Sie haben nicht die Markenklamotten wie die Fab Five und sind halt normale Jungs, die ihre Computer, Rockmusik und Experimente lieben.
Irgendwann reicht es denn beiden, denn immer von den anderen gehänselt zu werden ist nicht lustig. Sie schmieden Pläne um es dem Fab Five zurückzuzahlen und versuchen cool zu werden. Wird das den beiden gelingen? Ihr könnt gespannt sein.

Meine Meinung:

Juma Kliebenstein hat mit diesem Kinderbuch eine ganz tolle Geschichte geschrieben. Eine Geschichte, die sich auch bei unseren Kindern genau so abspielen könnte. Es ist ja fast in jeder Schulklasse so, dass es Kinder gibt die als cool gelten und andere nicht. Sie zeigt auf, dass sich auch nicht coole Kinder mit ein paar Tricks und Aktionen in coole Kids verwandeln können. Ich meine jetzt nicht, dass man teure Kleidung kauft oder Kinder umstylt, sondern dass man einfach versuchen soll zu sich selber zu stehen und dass man nicht immer auf die anderen hört.
Ich mochte die Hauptprotagonisten Martin und Karli sehr gerne. Martin ist ein träger Typ, der am liebsten in seinem Zimmer sitzt um irgendwelche Experimente zu machen, Computer zu spielen oder Rockmusik zu hören. Er hat eine hässliche Brille und seine Mutter kauft ihm immer zu bunte Kleidung, die bei seiner Figur einfach nicht so toll aus schauen. Das reichte bei ihm, dass er gehänselt wurde.
Bei Karli ist es ähnlich. Er ist dünn hat viel zu große Ohren und eine Quietschstimme. Auch er wird immer dafür gehänselt.
Als die beiden aber zusammen in die Klasse gehen, freunden sie sich gleich miteinander an und fangen an sich gegen die blöden Hänseleien zu wehren.
Am Anfang schaut es nicht so aus, als ob sie es schaffen würden, aber im Laufe des Buches wird es immer besser für die zwei. Wie sie cool werden und ob, kann ich natürlich hier nicht verraten, denn dann bräuchtet ihr das Buch ja nicht mehr zu lesen und es würde euch der Lesespaß entgehen.

Nur soviel zum Buch. Es hat mir wahnsinnig gut gefallen, wie Frau Kliebenstein das Mobbing in der Schule aufzeigt. Die Geschichte von Karli und Martin könnte sich wirklich genauso überall abspielen. Ich finde es gut, dass Kinder, die dieses Buch lesen vielleicht auch für sich einen Ausweg finden können. Sie lernen, dass man nicht überall dazu gehören muss, aber dass es auch plötzlich sein kann dass man dazugehört, weil man sich nicht mehr versteckt oder sich schämt. So wie es in dem Buch war. Bei manchen Kindern die glauben sie sind cool und ganz toll könnte es auch nur Fassade sein und es steckt vielleicht auch ein Schutzmechanismus dahinter. Ich finde wenn aber die Hänseleien über Hand nehmen, sollte man sich trotzdem an die Eltern oder Lehrer wenden um herauszufinden was da alles schief läuft. Auf alle Fälle sollte man zu seinen Kindern stehen und ihnen dabei helfen nicht zum Außenseiter zu werden, so weit es möglich ist.

Ich kann dieses Buch nur allen empfehlen es zu lesen. Es regt zum Nachdenken an und vielleicht machen sich Kinder dann doch Gedanke darüber ob sie richtig handeln wenn sie andere hänslen. Vielleicht fangen sie dann an umzudenken. Es ist wirklich nicht schön immer der zu sein auf dem herumgehackt wird.

Das Buch bekommt von mir 5 Sterne.

  • Gebundene Ausgabe: 255 Seiten

  • Verlag: Oetinger; Auflage: 1 (Februar 2010)

  • Sprache: Deutsch

  • ISBN-10: 3789140457

  • ISBN-13: 978-3789140457

  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
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