Samstag, 28. Januar 2012

Rezension zu Die Gewürzhändlerin von Petra Schier



Inhalt:
 
Heute stelle ich euch das Buch Die Gewürzhändlerin, einen historischen Roman von Petra Schier vor. Es ist der Fortsetzungsband von Die Eifelgräfin. In dem Buch geht es wieder um Elisabeth und ihre Magd Luzia. Wobei in diesem Buch Luzia die Hauptfigur spielt. Weil Luzia von Elisabeth lesen und schreiben gelernt hat, soll Luzia dem Kaufmann Martin Wied an seinem Gewürzstand aushelfen. Luzia entpuppt sich als sehr talentierte Verkäuferin und hilft von nun an Martin Wied bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Dabei kommen sich die zwei dann auch näher, bis Martin als Mörder verhaftet wir. Ist er wirklich der Mörder? Warum wird er beschuldigt? Das versucht Luzia herauszufinden.

Meine Meinung:

Ich wurde auch von diesem historischen Roman nicht enttäuscht. Der erste Teil Die Eifelgräfin hat mir schon sehr gut gefallen und ich glaube dieser Teil gefällt mir noch ein bisschen besser.
Wie ich schon erzählt habe ist dieses Mal Luzia die Hauptperson im Buch. Sie ist die Magd von Elisabeth von Manten, deren beste Freundin sie gleichzeitig ist. Elisabeth hat Luzia das Lesen und Schreiben beigebracht und Luzia hat sich selbst das rechnen beigebracht. Für die damalige Zeit scheint Luzia eine sehr kluge Frau zu sein, denn die wenigsten hatten das Glück diese Dinge zu können. Schon gar nicht eine Frau wie Luzia, die aus einer Bauernfamilie kommt. Das hat aber Luzias Person sehr sympathisch gemacht. Denn sie zeigt allen, dass sie es auch als Magd in ein besseres Leben schaffen kann. Natürlich bekommt sie viel Ablehnung zu spüren, aber mit ihrem Mundwerk und mit ihrer einnehmenden Art kann sie sich allen entgegenstellen und wird schön langsam auch respektiert. Ich mochte sie wirklich gerne.
Martin Wied ist auch eine sehr stolzer Mann, der auch sehr klug zu sein scheint und der sich schon lange eine Frau wünscht, die ihm ebenbürtig ist. Da wäre Luzia die richtige für ihn. Leider hat aber Luzia am Anfang nicht das beste Verhältnis zu Martin, weil dieser ganz viele Brandnarben am Körper hat, die er sich als Kind bei einem Hausbrand zugezogen hat. Luzia findet ihn abstoßend, aber mit der Zeit entwickelt sich eine tiefe Freundschaft.

Die Geschichte ist von Petra Schier wieder sehr flüssig, mit einfachen Worten und spannend geschrieben. Man erfährt wieder sehr viel über das Leben im 14. Jahrhundert und zwar über die Schicht der Kaufleute. Ich fand das wirklich alles spannend und sehr interessant. Am Schluss fand ich toll, wie Luzia versucht Martin aus dem Gefängnis zu bekommen. Da konnte ich dann gar nicht mehr zum Lesen aufhören und habe bis zum Schluss mitgefiebert und für Martin gehofft, dass er freigesprochen wird.

Der Roman war so schön gefühlvoll, romantisch, informativ, spannend, dass ich ihm nur 5 Sterne geben kann.

Ein Muss für Fans historischer Romane.

Vielen Dank liebe Frau Schier, dass Sie mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Natürlich auch Danke an den Rororo Verlag, der mir das Buch zugeschickt hat.


  • Taschenbuch: 544 Seiten

  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. Dezember 2011)

  • Sprache: Deutsch

  • ISBN-10: 3499256282

  • ISBN-13: 978-3499256288

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