Dienstag, 24. Januar 2012

Rezension zu Die Eifelgräfin von Petra Schier




Inhalt:

Heute möchte ich den historischen Roman Die Eifelgräfin von Petra Schier vorstellen. In dem Buch geht es um Elisabeth von Küneburg, die 1348 wegen einer Familienfehde zu Freunden auf die Burg Kempenich geschickt wird. Ihr Onkel Dietrich behauptet nämlich der wirkliche Erbe der Burg Küneburg zu sein. Wird er es schaffen Elisabeths Familie aus der Burg zu vertreiben? Wie wird es Elisabeth auf der Burg Kempenich ergehen? Das alles erzählt uns Petra Schier in ihrem Roman.



Meine Meinung:

Mir hat der Roman gleich von der ersten Seite an gut gefallen. Frau Schier schreibt sehr bildlich und man kann sich das ganze Leben der damaligen Zeit sehr gut vorstellen. Sie erklärt alles bis ins Detail, was bei mir sehr gut angekommen ist. Ich bin immer neugierig, wie die Leute in der Vergangenheit wirklich gelebt haben. Frau Schier schreibt auch sehr flüssig und kurzweilig, so dass der Roman schnell zu lesen war.
Was ich anmerken möchte ist, dass das Buch kein historischer Krimi ist, in dem es um Mord und Totschlag geht, sondern mehr eine Erzählung der damaligen Zeit. Wir erfahren sehr viel wie die Menschen gelebt haben. Wir lesen über ihre alltäglichen Probleme, erfahren auch wie streng es zuging wenn jemand heiraten wollte und wie die Menschen mit der Pest umgegangen sind. Alles gut verpackt in einem historischen Roman mit Elisabeth als Hauptfigur. Ich glaube der Roman hat mir auch deshalb so gut gefallen, weil es mal nicht um Krieg und um historische Kriegsschauplätze ging, sondern um verschiedene adelige Familien. Da ich Familiengeschichten mag war das natürlich der richtige Lesestoff für mich.
Die Hauptperson Elisabeth ist eine starke junge Frau, die weiß was sie will und sich, obwohl sie sich um ihre Familie sorgt auch um andere kümmert. Besonders ins Herz geschlossen hat sie auf der Burg Kempenich ihre Magd Luzia, die sie obwohl sie eine Bauerntochter ist, mit schönen Kleidern versorgt und der sie sogar lesen und schreiben beigebracht hat. Es konnten in der damaligen Zeit meist nur Männer lesen und schreiben oder adelige Frauen, aber sicher keine Magd.
Die beiden Frauen habe ich in dem Buch sehr gut kennen gelernt und ins Herz geschlossen. Ich konnte gar nicht genug davon bekommen über ihr Leben zu lesen. Ich fand das Buch für mich selber spannend, aber nicht im Sinne eines Krimis sondern einfach weil ich Elisabeths und Luzias Leben spannend und aufregend fand. Es war ein leichter, für mich toll zu lesender historischer Roman, genauso wie ich mir das wünsche.

Ich freue mich jetzt schon darauf die Fortsetzung „Die Gewürzhändlerin“ lesen zu dürfen.

Der Roman bekommt von mir 5 Sterne


  • Taschenbuch: 576 Seiten

  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. Oktober 2009)

  • Sprache: Deutsch

  • ISBN-10: 3499249561

  • ISBN-13: 978-3499249563

  • Keine Kommentare:

    Kommentar veröffentlichen